Hallo in die Runde,
erst mal Vorstellung, soviel Zeit muss sein ![]()
Bin 57 und seit Jahren Schrauber an Opels sowie vieler Oldtimer aller Nationen. Hatte ein halbes Dutzend E-Kadetts, zuletzt einen umgebauten Kombi mit dem C20XE. Ärgere mich immer noch, den hergegeben zu haben.
Aktuell habe ich einen frühes Astra F Cabrio mit dem C20NE. Immerhin...
Bin aus dem Raum Darmstadt.
Von Hause aus bin ich Inschinör, sowas ähnliches wie Maschinenbau. Ich arbeite dementsprechend bei einem Nutzfahrzeugbauer im Bereich der Entwicklung.
Ich bringe auch ein hübsches kleines Problem mit.
Ein guter Freund fährt einen der letzten X16SZR im Astra F. Bj. 1998, mit Wegfahrsperre und Schaltgetriebe.
Urplötzlich lief der Wagen nicht mehr rund, er kam gerade noch nach Hause. Der Motor springt nur auf zwei Zylindern an, und auch nur wenn man das Gas voll durchdrückt. Läuft wie ein Traktor, an Fahren ist nicht zu denken. Geht man vom Gas, geht der Motor sofort aus.
MKL war an, also ausblinken mit Büroklammer brachte die Fehlercodes 0170 und 0200, was beides auf die Gemischbildung hinweist.
Also Luftfilter runter, und man sieht wie das Einspritzventil ordentliche Mengen Kraftstoff einbläst.
Ich hab mal drübergepeilt, bei geschätzten 0.6L Verbrauch in der Stunde stehend im Leerlauf - also 600 ml - wären das 10ml pro Minute, also etwa ein halbvolles Schnapsglas.
Für die Menge braucht dieser Astra aber gefühlt gerade mal 3 Sekunden.
Das zentrale Kraftstoffventil oben am "Vergaser" wird normalerweise soweit ich weiß pulsweitenmoduliert angesteuert, also nur sehr kurz, lange aus im Leerlauf und lang an, kurz aus im Vollgas.
Die Taktung liegt weit unter 10ms, das ist das Geringste, was mein Multimeter-Oszi kann. Ein "normales" Multimeter macht daraus einen Mittelwert. So hab ich 9.3V gemessen; ich hätte aber im Leerlauf einen Wert von deutlich unter 1 Volt erwartet. Sieht für mich also aus, als wäre hier der Fehler.
Ein Kabelbruch kann m.E. nach nicht die Ursache sein, dann würde das Ventil nämlich gar nichts einspritzen. Hab das mal versucht, indem ich einfach den Stecker am Ventil abgezogen hab, da kam dann nix raus.
Also bliebe der Kabelbaum - vielleicht ne Masse? - oder das Steuergerät selbst, evtl. in Verbindung mit der Wegfahrsperre. Ich habe im Netz von so einem Fall gelesen.
Also haben wir die Lesespule ausgebaut und die Schlüsseltransponder direkt reingehalten, angelassen. MKL leuchtete konstant weiter.
Ohne Transponder blinkte die MKL sofort bei Zündung an. Wegfahrsperre scheint also ok zu sein.
Meine Frage - hatte jemand schon mal so einen Fehler? Mache ich einen Denkfehler? Oder gibt es weitere Lösungsansätze, die ich nicht sehe? Soll ich Geld investieren in ein gebrauchtes Steuergerät mit Wegfahrsperre und Transpondern (ist es das dann, oder liegt der Fehler woanders?), oder habt Ihr ne andere Idee?
Ich hab mir das Steuergerät ausgebaut und geöffnet. Es sind erkennbar zwei Transistoren drin. Will heute Abend noch mal den Pin rausfischen, an dem das Ventil hängt, und mal schauen, ob es zu einem der beiden Transistoren führt. Evtl. ist da was hopps gegangen. Hab aber nur wenig Hoffnung, hab nur Grundkenntnisse in Elektronik. Was durchmessen kann ich immerhin ![]()
Nachtrag - das Ventil hab ich mit 12V angesteuert, und es klackt auch. Scheint mir erst mal nicht die Ursache zu sein.
Nachtrag 2 - die Membran des Kraftstoffdruckreglers sieht noch gut aus, weder steif noch porös, und ich hab daher auch kein Loch gefunden
Vielen Dank im Voraus für Eure Kommentare!
Oelfingerjoe
